GEBAEUDEBESTAND UND WAERMEERZEUGER 

In der oben genannten Grafik sieht man deutlich, dass rund 75 % des Gebäudebestandes älter als 30 Jahre ist. Erschreckend hinzu kommt, dass fast 40 % des Bestandes immer noch mit Öel beheizt wird.
Oft laufen diese Heizungen für die Warmwasseraufbereitung auch das ganze Jahr über. Eine kleine Anekdote dazu.

Kürzlich durfte ich einen GEAK-Ausweis erstellen. Ich habe mit dem Eigentümer das Mehrfamilienhaus aus den 70ern besichtigt. Als wir beim Wärmeerzeuger waren, meinte ich, dass die alte Oelheizung mit Baujahr 1992 langsam ihre Arbeit getan hat und er einen Ersatz in den nächsten Jahren ins Auge fassen sollte. Der Eigentümer sagte darauf nur, er habe erst kürzlich die Offerte dafür unterzeichnet. Daraufhin war ich gespannt, was es denn für eine Heizung sein könnte. Denn das Haus verfügte über gute Voraussetzungen. Die Wärmedämmung war, abgesehen von den Fenstern, nicht schlecht. Zudem wird Fernwärme aktuell in der Nähe erschlossen.

Natürlich war ich darauf hin ein wenig enttäuscht zu hören, dass es eine neue Ölheizung sein wird. Nicht, dass ich quasi «zu spät» kam und ihn nicht früher hätte helfen können. Mehr, dass ich es als verpasste Chance für meinen Kunden angesehen habe.
Unsere Energiestrategie zeigt einen klaren Weg auf. Das CO2-Gesetz wird sich weiter verschärfen. Das im sich verändernden Markt. Es ist jetzt Zeit, sich an den angestauten Unterhalt zu machen.
Blickt man in die Zukunft so gibt es viele bessere und erneuerbare Alternativen die erst noch wesentlich günstiger sind für die Mieter. Mit der richtigen Herangehensweise kann auch Vermieter seine Rendite erhöhen.

Mir ist es ein Anliegen, dass ich jetzt nicht nur Wärmepumpen in den Himmel lobe. Denn das wäre falsch. Lass Dir nur nicht einen Bären in Form einer neuen Oelheizung aufbinden. Es gibt fast immer die clevere Lösung.